• Dienstag, 24 Mai 2022
  • geschrieben von  DRS

Projekt an der David-Roentgen-Schule widmet sich dem Tabuthema Tod 

Projekt 5Wie setzt man sich mit etwas auseinander, das man am liebsten verdrängen würde? Die Themen Tod und Sterben lassen sich nicht einfach aus unserem Alltag ausblenden. Sie sind allgegenwärtig und am Ende eben nicht zu umgehen. In einer Unterrichtsreihe zu dieser Thematik wurden diverse Themengebiete mit den Klassen EGS19, EBT21 und MTK19b besprochen. 

Sterbehilfe, Nahtoderfahrungen, Bestattungslego und Körperwelten waren unter anderem Gesprächsthema. Letzteres wurde im Rahmen einer Klassenfahrt nach Trier auch in einer Ausstellung begutachtet und beurteilt. Was ist würdiges Sterben? Wie möchte ich bzw. wie soll mein Körper nach dem Tod behandelt werden?

Auch die „großen Fragen“ fanden Eingang im Unterricht: Was passiert nach dem Tod? Kommt da noch etwas? Wie könnte das aussehen? Was will ich mitnehmen und was will ich zuvor im Leben noch erreichen oder erleben? Beendet wurde die mehrwöchige Unterrichtsreihe mit einer Ausstellung unter dem Thema „Der letzte Koffer“.

„Die Schüler haben sich gefragt, was sie auf ihre „letzte Reise“ mitnehmen möchten“, so Religionslehrer und Projektleiter Manuel Rawer. Leitfragen waren unter anderem: „Was macht mich im Leben aus?“, „Was und wer ist mir wichtig?“ oder „Was könnte ich im Jenseits gut gebrauchen?“.

Projekt 6Projekt 7 Inhalte der Koffer waren sehr persönlich gehalten und entsprechend individuell gepackt. Skateboard, Laufschuhe, Kopfhörer, Brettspiele und Lesestoff waren enthalten. Ebenso fanden Bildern von den Liebsten ihren Platz. Klopapier und eine Flasche Bier waren auf mancher Packliste oder der Koran und die Bibel. Mancher Koffer war einfach leer, weil man im Jenseits nichts benötige.

Zum Ende der Ausstellung konnte sich jeder Besucher auf der „Before I die – Wall“ verewigen und sich vielleicht das ein oder andere Ziel im Leben vornehmen.
„Es war vielleicht nicht immer leicht und letztlich wurden die Fragen vielleicht auch nie konkret beantwortet, aber immerhin wurde das Tabu über Tod und Sterben etwas aufgebrochen und manche Ängste und Sorgen abgebaut“, fasst Manuel Rawer die intensiven Monate zusammen.

Letzte Änderung am Dienstag, 31 Mai 2022 18:35
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